Viacom befragt Generation X – DWDL

“Mit so viel Konzentration auf Millennials, Post-Millennials und Baby-Boomers wurde die Generation X größtenteils von der Forschung ignoriert, reduziert auf veraltete Ansichten des Erwachsenseins und dem ‘Faulenzer’-Ruf ihrer Jugend”, so Christian Kurz, Senior Vice President Global Consumer Insights bei Viacom.

Torsten Zarges in DWDL.de:

Was ist aus der “Faulenzer-Jugend der 80er und 90er” geworden? Viacom hat die Generation X einer Studie unterzogen. Außerdem: Kaffeeröster Melitta engagiert sich bei “The Voice of Germany”. Und Snapchat will keine Werbeerlöse mehr teilen.

Viacom International Media Networks

Für die Generation X ist Sex wichtiger als Freundschaft, sie kennt keine Midlife-Crisis und lehnt traditionelle Geschlechter- und Familienrollen ab. Das sind einige der Ergebnisse der internationalen Studie “Gen X Today” von Viacom International Media Networks. Was aus der “zynischen, rebellischen Faulenzer-Jugend der 80er und 90er” geworden ist, nachdem sie auf den Arbeitsmarkt strömte und Familien gründete, wollte der MTV-Nickelodeon-Comedy-Central-Vermarkter wissen und ließ sie daher anhand von 12.000 Stichproben in 21 Ländern befragen. Fast zwei Milliarden Menschen weltweit zählen aktuell zur Generation der 30- bis 49-Jährigen, davon zählt Viacom durchschnittlich 180 Millionen zu den Zuschauern seiner einzelnen TV-Marken. “Mit so viel Konzentration auf Millennials, Post-Millennials und Baby-Boomers wurde die Generation X größtenteils von der Forschung ignoriert, reduziert auf veraltete Ansichten des Erwachsenseins und dem ‘Faulenzer’-Ruf ihrer Jugend”, so Christian Kurz, Senior Vice President Global Consumer Insights bei Viacom.

Global gesehen, ist die Generation X laut Viacom wegweisend in Bezug auf Frauen, Arbeit und Geld. Fast 60 Prozent der Frauen sind Hauptverdiener im Haushalt oder verdienen ähnlich viel, eine von vier Frauen besitzt sogar ihr eigenes Unternehmen. In Deutschland zeigen sich Frauen etwas verhaltener: Hierzulande hat nur eine von zehn ein eigenes Unternehmen. Gleichzeitig spielen Männer in der Familie eine wichtigere Rolle. Global sind sich mehr als 80 Prozent (in Deutschland 84 Prozent) einig, dass ein Mann ein Kind ebenso gut großziehen kann wie eine Frau. Für mehr als 80 Prozent der Mütter und Väter sind ihre Kinder genauso wichtig wie ihre eigenen Ambitionen, und fast 50 Prozent wünschen sich mehr Zeit für ihre Kinder. Die Generation X setzt klare Prioritäten in Beziehungen. Ganz oben auf der Liste: Sex (43 Prozent global, 41 Prozent in Deutschland) vor Freundschaft (36 bzw. 32 Prozent) und Romantik/Liebe (32 bzw. 25 Prozent). Dies steht im Gegensatz zu den Millennials, für die zuerst Freundschaft (40 Prozent), dann Romantik/Liebe (38 Prozent) und dann erst Sex (37 Prozent) kommt.

Laut Viacom-Studie hat die Generation X weniger, dafür aber engere Freunde im Vergleich zu den großen Cliquen der Millennials. Im Durchschnitt sind es 36 Freunde und damit zehn weniger als bei den Millennials. Deutsche Gen-Xer haben durchschnittlich 21 enge Freunde und damit weniger als die Hälfte im Vergleich zu Millennials. Mit sich selbst sind weltweit 85 Prozent, in Deutschland 72 Prozent der Gen-Xer zufrieden. Der großen Mehrheit, fast 85 Prozent, ist die Work-Life-Balance wichtiger als der berufliche Erfolg. Mit Hobbys und anderen Interessen außerhalb des Arbeitsalltags hält sich die Generation X jung. Viacom vermochte in seiner Studie keine Spur von Trübsal oder Krise zu entdecken. Weitere Ergebnisse sind bei Viacom International Insights zu finden.

 

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